Ein Streifzug in die Grundlagen der mathematischen Welt von Futtermitteln. Metabolisierbare Energie, modifizierte Atwater Faktoren und weitere Zutaten
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Die angewandte Formel stammt aus dem Buch "Ernährung von Hund und Katze. Leitfaden für Tierärztinnen und Tierärzte" von Case, Carey, Hirakawa. Erhältlich unter der ISBN-Nr.: 3-7945-2021-1
Kombinationsrechner: Trockenfutter Katze
1.) Der grau hinterlegte Teil berechnet aus
den vier Eckwerten, die bei jedem Futter für Hunde und Katzen angegeben
sein müssen, zunächst den prozentualen Anteil der im Futter enthaltenen
Kohlenhydrate. Mit diesem Zwischenwert ist es dann möglich, die
Energiedichte des Futters zu berechnen. Gleichzeitig wird Ihnen dieser
Wert in Mj/kg umgerechnet.
2.) Im unteren, weiß hinterlegten Teil wird im selben Rechengang der tägliche Futterbedarf dieses Futters für eine Katze berechnet. Dafür sind von Ihnen lediglich das Gewicht und der Grundbedarf einzusetzen. Der vorgegebene Wert 70 kcal bezieht sich auf den normalen Bedarf einer Hauskatze.*Bei einer sehr ruhigen Katze reichen dann 60 kcal, sollte es sich aber z.B. um eine Katze mit Freigang handeln, sollte dieser Wert auf 80 kcal erhöht werden.
3.) Gewichtsreduktion bei Katzen (Adipositas): Bei dem hier vorgegebenen Wert von 90% wird eine Reduktion des Gewichtes pro Woche um ca. 2% angestrebt, unter Beibehaltung des normalen Futters. - Es kann natürlich alternativ auch auf ein entsprechendes Light- Futter umgestiegen werden, was natürlich häufig mit erhöhten Futterkosten einhergeht. Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang immer zu beachten, dass es nicht zu einer Unterversorgung im Bereich der Vitamine und Mineralstoffe kommt.
Aufgefallen ist uns in etlichen Testdurchläufen, dass viele Premium Futter Hersteller aus den Staaten scheinbar mit einem Grundbedarf von 43 kcal je kg Lebendgewicht ihre Angaben für die Fütterungsempfehlungen berechnen. Tatsache ist, dass es keine wissenschaftlich belegten Daten für den Energiebedarf einer adulten Katze in der Erhaltungsphase gibt und deshalb auch keine verbindlichen Berechnungsmethoden festgelegt sind. Somit kann jeder Hersteller seine Fütterungsempfehlungen nach eigenem Ermessen berechnen und aussprechen. Eine Empfehlung von z.B. 10g/kg LGW lässt zwar auf eine sehr hohe Energiedichte schließen. Jedoch erfordert es von Ihnen, dass Sie dann aber auch konsequent das Futter abwiegen, zusätzliche Leckerlies von der täglichen Ration abrechnen und Ihr Tier täglich wiegen. Nur so können Sie in einem eigenen Langzeittest feststellen, welche Ration für Ihr Tier wirklich notwendig ist, ohne das es zu- oder abnimmt.